Richtiges Heizen und Lüften

Richtiges Lüften

Nur durch regelmäßiges Lüften kann die Feuchte aus den Wohnräumen entweichen. Auch wenn es während der Heizperiode draußen neblig und regnerisch ist, wird durch das Lüften immer Feuchtigkeit abgeführt. Wie lange gelüftet werden soll, hängt von der Jahreszeit und den Außentemperaturen ab.
Tipps:

  • Drei- bis viermal täglich bei weit geöffneten Fenstern sollte man die verbrauchte Innenluft schon herauslassen. Wenn Sie berufstätig sind, lüften Sie mindestens morgens und abends. Bei längerer Abwesenheit kann eine mechanische Lüftungsanlage für ausreichende Feuchtigkeitsabfuhr sorgen.
  • Lüften Sie möglichst so, dass Durchzug entsteht und die Luft schnell ausgetauscht wird. Je nach Außentemperatur und Windstärke reichen schon wenige Minuten dafür aus. Es soll ja nur die warme, feuchte Luft gegen kühlere Außenluft ausgetauscht werden, ohne dass Wände, Decken und Möbel auskühlen. So bleibt in der Heizperiode auch der Energieverlust gering.
  • Je nach Jahreszeit muss das Fenster unterschiedlich lange komplett geöffnet sein, um ausreichend zu lüften: Im Dezember bis Februar reichen 4 bis 6 Minuten. Im März und November sollten es schon 8 bis 10 Minuten sein, Im April und Oktober 12 bis 15 Minuten, im Mai und September 16 bis 20 Minuten. Von Juni bis August sollte das Fenster 25 bis 30 Minuten offen stehen.
  • Vermeiden Sie während der Heizperiode Dauerlüften, zum Beispiel durch Kippen des Fensters.
  • Lüften Sie sofort nach dem Duschen oder Baden oder wenn größere Dampfmengen durch das Kochen entstanden sind.
  • Für den Keller gelten andere Lüftungsregeln: Halten Sie im Sommer Kellerfenster und -türen am besten geschlossen, da sonst die warme Luft an den kühlen Kellerwänden kondensiert und die Räume feucht werden. Sorgen Sie im Winter für Durchzug, damit die trockene Außenluft die feuchte Innenluft verdrängt. Lüften Sie den Keller aber nur, wenn die Kellerwände wärmer sind als die Außenluft.

Richtiges Heizen

Während der Heizperiode müssen die Räume ausreichend und gleichmäßig erwärmt werden, so dass sie nicht auskühlen und genügend Feuchtigkeit von der Raumluft aufgenommen werden kann. Türen zu kühleren Räumen, wie den Schlafräumen, sollten geschlossen bleiben.
Tipps:

  • Heizen Sie gleichmäßig. Die Temperatur in Wohnräumen beträgt idealerweise zwischen 19 und 21 Grad.
  • Der Temperaturunterschied zwischen den Räumen sollte nicht mehr als fünf Grad sein.
  • Halten Sie Türen zu kühleren Räumen, z.B. zum unbeheizten Schlafzimmer, geschlossen. So kann sich keine warme, dadurch auch feuchtere Luft aus den übrigen Räumen an den kalten Wänden niederschlagen.
  • Wenn Sie die Wohnung verlassen: Heizung nicht abstellen, sondern nur um ca. zwei bis drei Grad absenken.
  • Vermeiden Sie es, die Heizkörper mit Möbeln zuzustellen oder mit Vorhängen zu verdecken.